Produktionsberatung (1960)
Siehe auch:
- Produktionsberatungen, Ständige: 1985
Beratung einer Gruppe von Arbeitern zur Verbesserung der Arbeitsorganisation und des Arbeitsprozesses, um vor allem die Arbeitsproduktivität zu steigern. Durch die P. sollen das Interesse der Arbeiter an der Produktion und das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge geweckt und gesteigert werden. Nach Einstellung des Experimentes mit den Arbeitskomitees wurden Ausschüsse für P. und die P. als gewerkschaftliche Organe gebildet. Ihre Tätigkeit wird als Verwirklichung des Mitbestimmungsrechtes der werktätigen in der Produktion bezeichnet. Durch Beschluß des Ministerrats vom 9. 4. 1959 (GBl. S. 329) wurde der Beschluß des Bundesvorstands des FDGB über Ständige P. für verbindlich erklärt. Seitdem müssen in sämtlichen Betrieben bis zu 100 Belegschaftsmitgliedern von diesen P. abgehalten werden. In den größeren Betrieben werden Ständige P. in Stärke von 50 bis 100 Teilnehmern auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Ihre praktische Bedeutung ist nicht groß. Der Gewerkschaftsfunktionär Otto Lehmann kritisierte auf der 4. Tagung des Bundesvorstandes des FDGB am 25. 5. 1960, in einer Reihe von Betrieben hätten die P. nur noch Seltenheitswert. (Arbeitspolitik)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 320
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