DDR von A-Z, Band 1960

Zentralstelle für Tierzucht (1960)

 

 

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963


 

Am 1. 1. 1953 mit Sitz in Berlin errichtete staatl. Lenkungs- und Kontrollstelle für das gesamte Herdbuch-, Leistungsprüfungs- und Körwesen in der Tierzucht. Organe der Z., die zunächst juristische Person und Rechtsträger von „Volkseigentum“ war, sollten bei den Räten der Bezirke zu schaffende „Außenstellen für Tierzucht“ werden, mit jeweils 3–6 Kreise umfassende Bezirksaußenstellen. Seit 1. 4. 1954 ist die Z. dem Min. f. Landw., Erf. u. Forstw. eingegl. Diesem unterstellt wurden gleichzeitig die in den 5 Landeshauptstädten bestehenden „Außenstellen für Tierzucht- als „Tierzuchtinspektionen“. Letztere erhielten die Auflage, bei den Räten der Kreise Nebenstellen einzurichten.

 

[S. 467]Dieser staatlich autoritäre Apparat bedeutet das Ende der zwar nach 1945 mit Genehmigung der SMAD wieder ins Leben gerufenen, aber bereits ab 1948 der VdgB gleichgeschalteten privaten Züchterverbände in der SBZ.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 466–467


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.