DDR von A-Z, Band 1960

Ziller, Gerhart (1960)

 

 

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966


 

* 19. 4. 1912 in Dresden als Sohn eines Arbeiters, gest. 14. 12. 1957 in Berlin. Volksschule, Elektromonteur und technischer Zeichner. 1927 KJVD, 1930 KPD, bis 1933 Redakteur an kommun. Zeitungen. In der NS-Zeit Zuchthaus und KZ, später Arbeiter in einer Maschinenfabrik. 1945 Stadtrat in Meißen, Aug. 1945 Hauptabteilungsleiter für Industrie in der sächsischen Landesverwaltung, April 1949 sächs Minister für Industrie und Verkehr, Nov. 1949 Minister für Maschinenbau der „DDR“, von Febr. 1953 bis Jan 1950 Minister für Schwermaschinenbau. Juli 1953 bis zu seinem Tode Mitgl. und Sekretär für Wirtschaftspolitik des ZK der SED. Ab Aug. 1953 Abgeordneter der Volkskammer. Z. verübte am 14. 12. 1957 Selbstmord und wurde im Febr 1958 beschuldigt, zur „parteifeindlichen Gruppe Schirdewan, Wollweber u. a.“ gehört zu haben.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 467


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1960 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/ziller-gerhart verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.