DDR von A-Z, Band 1962

Dispatchersystem (1962)

 

 

Siehe auch:


 

Seit 1953, zuerst in Industriebetrieben, eingeführtes System der „operativen Kontrolle des Produktionsablaufs“. Vorbild war auch hier die SU. Der „Hauptdispatcher“ ist dem Werkleiter direkt unterstellt und kontrolliert mit seinen Dispatchern jede Abt., jede Schicht, jede Brigade usw. Durch das D. sollen Betriebsstörungen und Abweichungen von den Tagesplänen des Betriebes festgestellt und sofort „operativ“ beseitigt werden. Die Dispatcher stehen in Großbetrieben über Fernsprecher und Werkfunk mit allen Abt. in Verbindung. Die Dispatcher „sollen auch dazu beitragen, die Staatsdisziplin und die Verantwortlichkeit in den Betrieben zu erhöhen“. Neben dem D. besteht weiterhin die dem Techn. Direktor unterstellte Abt. Produktionsleitung. Auch bei Behördendienststellen, bei der Post und der Eisenbahn, im Handel und bei den Maschinen-Traktoren-Stationen wurde das D. eingeführt.

 

Literaturangaben

  • Weiss, Wilhelm: Das Gesundheitswesen in der sowjetischen Besatzungszone. 3., erw., von Erwin Jahn völlig umgearb. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 98 S., Teil II (Anlagen) 189 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 100


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.