Grundstudium, Gesellschaftswissenschaftliches (1962)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979
Ein für alle Hoch- und Fachschulabsolventen vorgeschriebenes Studium in den wichtigsten Teildisziplinen des Marxismus-Leninismus, das etwa ein Viertel des gesamten Studiums einnimmt. Wichtigste Gebiete: Historischer und Dialektischer Materialismus („Philosophie“), Politische Ökonomie des Kapitalismus sowie Geschichte der Arbeiterbewegung. Das GG. wird in einigen Fakultäten ausschließlich in den ersten Semestern absolviert, in anderen erstreckt es sich über die gesamte Studiendauer. Durch das GG. sollen die Studenten den Marxismus-Leninismus nicht nur kennen[S. 167]lernen, sondern auch auf ihre Fachgebiete anwenden lernen. Die Abschlußprüfung im GG. ist mitentscheidend für die Gesamtnote der Examina. ― Als Vorbereitung des GG. ist das schulische Lehrfach Staatsbürgerkunde anzusehen.
Das GG. gehört zu den unbeliebtesten und umstrittensten Lehrfächern der SBZ-Hochschulen. 1953 und vor allem 1956 forderten die Studenten, allerdings ohne Erfolg, die Abschaffung bzw. die Einschränkung des GG. (Gesellschaftswissenschaften)
Grundlage des GG. ist seit 1960 das von O. W. Kuusinen und einem Sowjet. Autorenkollektiv herausgegebene Lehrbuch „Grundlagen des Marxismus-Leninismus“. (Parteilehrjahr)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 166–167
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