DDR von A-Z, Band 1962

Haus- und Hofgemeinschaften (1962)

 

 

Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1963


 

[S. 177]Seit Mai 1953 erfolgte Zusammenfassung der Bevölkerung nach Häusern und Häuserblocks im Rahmen der Nationalen Front. „Sie sind die kleinsten, bis in die Familie reichenden Gemeinschaften und bieten große Möglichkeiten für die individuelle Aufklärung und für die Entwicklung der schöpferischen Initiative aller Schichten der Bevölkerung“ (Neuer Weg, Nr. 7/1954, S. 414). Die HuH. sollen mindestens einmal im Monat unter Leitung eines Agitators über die aktuellen politischen Ereignisse und Maßnahmen der Regierung „diskutieren“. Außerdem werden die HuH. zu gemeinschaftlichen „freiwilligen“ Arbeitseinsätzen herangezogen; u. a. sollen sie alle Reparaturarbeiten in ihren Häusern möglichst selbst ausführen (sozialistische ➝Gemeinschaftsarbeit). Von der Bevölkerung abgelehnt, stehen die HuH. vielfach nur auf dem Papier, doch wird neuerdings versucht, in Verbindung mit den Brigaden der sozialistischen Arbeit auch die HuH. zu aktivieren.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 177


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.