Institut für Zeitgeschichte, Deutsches (1962)
Siehe auch:
Bearbeitet upd veröffentlicht Quellen zur jüngsten Geschichte mit wissenschaftlichem Anstrich, um die Politik der SED zu rechtfertigen. Seit 1949 vor allem auf die Zersetzung (Infiltration) der Bundesrepublik eingestellt. Gegr. am 1. 3. 1946, vom ZK der SED gelenkt. Neben Broschüren und Büchern bringt es die Zeitschrift „Dokumentation der Zeit“, daneben das „Jahrbuch der DDR“ und das „Handbuch der Volkskammer“ heraus. Leiter bis 30. 9. 1957 der Altkommunist Prof. Dr. Karl Bittel (SED), seitdem Prof. Dr. Walter ➝Bartel (SED). Seit 1. 10. 1957 untersteht es nicht mehr dem Presseamt beim Ministerpräsidenten, sondern dem Staatssekretariat für Hochschulwesen, doch angeleitet wird es vom Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED.
1958–1960 gab das I. (als Beilage zur „Dokumentation der Zeit“) die „Beiträge zur Zeitgeschichte“ heraus, seit Anfang 1961 unter dem Titel „Unsere Zeit“ als Vierteljahrsschrift. Sie behandelt nur die Zeit nach 1945, die „nach marxistischer Auffassung allein derzeitiger Gegenstand der Zeitgeschichte ist“ (Nr. 1, S. 4) und soll im Sinne des „Sozialismus-Kommunismus … die Geschichte nach 1945 möglichst unmittelbar für die politische Praxis nutzbar machen“.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 190
| Institut für Volkskunstforschung | A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z | Instrukteur |