DDR von A-Z, Band 1962

Mitschurin, Iwan W. (1962)

 

 

Siehe auch:


 

Russ. Botaniker und Obstzüchter (1855–1935). Durch zahlreiche Versuche über die gegenseitige Beeinflussung von Unterlage und Pfropfreis gelang es ihm, über 300 neue, gegen bestimmte Krankheiten und Kälte unempfindlichere Obstsorten zu züchten, wodurch die Anbaugrenze in Rußland weit nach Norden verschoben wurde. Seine daraus abgeleiteten Vererbungstheorien erworbener Eigenschaften, die Lyssenko weiterentwickelte, sind sehr umstritten, machten M. jedoch zum ideologischen Vorbild eines Umgestalters der Natur für die Stalinisten. In der SBZ wurde mit großem propagandistischem Aufwand eine M -Bewegung ins Leben gerufen, die bei den MTS M.-Kabinette gründete, M.-Zirkel bildete und M.-Felder anlegte, um fortschrittliche Methoden des Acker- und Pflanzenbaues zu diskutieren und auszuprobieren. Seit 1956 ist die M.-Bewegung durch die spezielleren Neuerermethoden in der Landwirtschaft ersetzt worden. (Trawopolnajasystem)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 296


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX

auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

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