DDR von A-Z, Band 1962

Museen (1962)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985


 

Das Museumswesen der SBZ untersteht dem Ministerium für Kultur. 1959 gab es 22 Kunst-, 432 heimatkundliche, 18 naturkundliche und 65 Memorial-, Volkskunde- und sonstige Spezial-M. Ihre Aufgabe ist, „den großen Reichtum der in ihnen aufbewahrten Kunstschätze auf der Grundlage des historischen Materialismus zu zeigen“ („Jahrbuch der DDR“, 1960). Unter den Kunst-M. sind die bedeutendsten die Staatlichen M. (darunter Nationalgalerie und Pergamon-M.) in Berlin und die Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden. 1958 erschien der erste Band eines Berichtes, in dem die Leiter der Kunst-M. über deren Geschichte und Entwicklung seit 1945 berichten. Die Heimat- und Naturkunde-M. werden von einer Fachstelle für Heimat-M. in Halle. Informationsorgan „Museumskunde“, vj.) angeleitet; eine Zentrale Fachkommission für Heimat-M. mit Bezirksfachkommissionen und verschiedenen Aktivs hat vor allem dahin zu wirken, „daß unsere Heimatmuseen … unter bewußter politischer Parteinahme zu sozialistischen Bildungsstätten werden“. Dieses Ziel soll bei der Hälfte der Heimat-M. erreicht worden sein. Bis 1961 sollen in allen Heimat-M. Abt. zur Geschichte der neuen und neuesten Zeit im Sinne der materialistischen Geschichtsauffassung aufgebaut werden.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 299


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.