Seydewitz, Max (1962)
Siehe auch das Jahr 1960
* 19. 12. 1892 in Forst als Sohn eines Arbeiters. Volksschule, Buchdrucker. 1910 SPD, 1919 Chefredakteur der „Volksstimme“ in Halle, 1931 des „Sächsischen Volksblattes“ in Zwickau, Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschriften „Der Klassenkampf“ und „Marxistische Buchgemeinschaft“, 1931 aus der SPD ausgeschlossen, Oktober 1931 Gründer der SAP, später Übertritt zur KPD. In der Weimarer Republik MdR. 1934 Emigration in die Tschechoslowakei, später nach Norwegen und Schweden, in Schweden Internierung und Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe. 1945 in die SBZ. KPD, 1945–1946 Intendant des Berliner Rundfunks, ab August 1946 Chefredakteur der theoretischen Zeitschrift der SED „Einheit“. Von 1947 bis 1952 Ministerpräsident des Landes Sachsen und Mitgl. des Sekretariats der SED-Landesleitung Sachsen. Infolge der Parteiüberprüfung 1951 (Säuberungen) wegen seiner früheren Rolle in der SAP der Parteiämter enthoben, darauf als Schriftsteller tätig. Seit 1955 Generaldirektor der Staatl. Kunstsammlungen in Dresden. Seit 1949 Abg. der [S. 394]Volkskammer, Vors. des Haushalts- und Finanzausschusses. Mitgl. des Präsidiums der Interparlamentarischen Gruppe der SBZ.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 393–394
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1962 wider.
Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.
Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/seydewitz-max verwiesen.