Vermittlungskontor für Maschinen- und Materialreserven, Staatliches (1962)
Siehe auch:
- Staatliches Vermittlungskontor für Maschinen- und Materialreserven: 1969
Im Jahre 1957 eingerichtetes, seit 1958 der Staatlichen ➝Plankommission unterstelltes Lenkungsorgan zur Erfassung und zweckmäßigen Verteilung wertgeminderter Maschinen, Produktionsmaterialien, Konsumgüter und nichtmetallischer Altstoffe. Sitz des V. ist Berlin, in einigen Bezirkshauptstädten gibt es Außenstellen mit Handelslagern. Der Handel mit gebrauchten Kraftfahrzeugen gehört zur Zuständigkeit des V., das auch [S. 458]Reparaturwerkstätten zur Überholung der erfaßten Materialien unterhält. Alle Betriebe der SBZ sind verpflichtet, ihre Überplanbestände an Maschinen und Material dem V. zu melden. Einschließlich der Außenstellen hat das V. rund 1.000 Beschäftigte. Die Einkaufspreise der wertgeminderten Waren setzt das V. selbst fest. Der Verkaufspreis darf höchstens 90 v. H. des Großhandelsabgabepreises vergleichbarer neuer Erzeugnisse betragen. NE-Metalle kann die private. Wirtschaft vom V. nur gegen Kontingentscheine kaufen. Alle sonstigen Materialien sind kontingentfrei erhältlich. (Materialversorgung, Einkaufsquellen)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 457–458