Diplomatische Beziehungen (1963)
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Die SBZ wird fast nur von den totalitären Staaten des Ostblockes als „souverän“ anerkannt. Deshalb unterhält sie DB. nur zu folgenden Staaten: Albanien, Bulgarien, China, Jugoslawien, Mongolei, Nordkorea, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei Ungarn, Vietnam; seit 14. 1. 1963 mit dem kommun. Kuba. Versuche, mit der VAR (Ägypten-Syrien) und mit Guinea DB. aufzunehmen, schlugen fehl (Außenpolitik). Zwar tragen Handelsvertretungen der SBZ in einigen Ländern die Bezeichnung Konsulat, doch sind damit keine DB. gegeben. (Außenhandel)
Die SBZ verwendet bei der Wahrnehmung ihrer DB. keine Berufsdiplomaten, sondern fast stets Altkommunisten und Moskau-Emigranten. Unter den Botschaftern der ersten Jahre befanden sich Spitzenfunktionäre des Partei- und Staatsapparates wie Johannes König (Peking und Moskau), Rudolf Appelt (Moskau), Paul ➝Wandel (Peking), Werner ➝Eggerath (Bukarest), Georg ➝Handke (Bukarest). Unter ihnen waren auch namhafte linientreue Schriftsteller und Redakteure wie Friedrich Wolf (Warschau), Stefan Heymann (Budapest), Sepp ➝Schwab (Budapest). Außer in Jugoslawien wirken für die SBZ „Botschafter“. So 1. in Albanien: Anne Kundermann (seit 18. 12. 1961 zurückberufen); 2. in Bulgarien: Johannes Keusch; 3. in Rotchina: Josef Hegen; 4. in Jugoslawien (als „Gesandtin“): Eleonore Staimer (Tochter Wilhelm Piecks); 5. in der Mongolei: Karl Speiser; 6. in Nordkorea: Otto Becker; 7. in Nordvietnam: Karl Nohr; 8. in Polen: Karl ➝Mewis; 7. in Rumänien: Anton Ruh; 8. in der Sowjetunion: Rudolf ➝Dölling; 11. in der Tschechoslowakei: Walter Vesper; 12. in Ungarn: Wilhelm Meißner. Der „Botschafter“ für Kuba ist noch nicht bekanntgegeben.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 113
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