DDR von A-Z, Band 1963

Mayer, Hans (1963)

 

 

Siehe auch das Jahr 1962


 

* 19. 3. 1907 in Köln. Studium der Staats- und Rechtswissenschaft in Köln. Berlin und Bonn, Dr. jur., 1933 Emigration (Schweiz und Frankreich). 1945 Chefredakteur von Radio Frankfurt/M. 1947 Dozent an der Akademie der Arbeit der Universität Frankfurt/M. Seit 1948 Prof. für Kultursoziologie, 1950 für Literaturgeschichte an der Universität Leipzig. Gastvorlesungen in der SU. 1955 Nationalpreis. Brillanter und kenntnisreicher Literaturhistoriker und -kritiker marxist. Orientierung. Gehört trotz seines Leipziger Wohnsitzes zur westdeutschen Schriftsteller-„Gruppe 47“. Wegen seines Eintretens für literarische Freiheit 1956 von der SED des Revisionismus bezichtigt. Publiziert seither in Verlagen der BRD. Veröffentlichungen: „Georg Büchner und seine Zeit“ (1947), „Ansichten über einige Bücher und Schriftsteller“ (zus. mit Stephan ➝Hermlin, 1947), „Von Lessing bis Thomas Mann“ (1959), „Richard Wagner“ (1959), „Bertolt Brecht und die Tradition“ (1961) u. a. Herausgeber der „Neuen Beiträge zur Literaturwissenschaft“ (zus. mit Werner ➝Krauß).

 

Literaturangaben

  • Rühle, Jürgen: Literatur und Revolution. Die Schriftsteller und der Kommunismus. Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 576 S., 72 Abb.
  • Rühle, Jürgen: Die Schriftsteller und der Kommunismus in Deutschland (Auszüge aus „Literatur und Revolution“ und „Das gefesselte Theater“ nebst Beitr. von Sabine Brandt). Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 272 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 309


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1963 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/mayer-hans verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.