DDR von A-Z, Band 1963

Ost-West-Handel (1963)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979


 

Außenhandel eines Landes des Ostblocks mit dem soa. kapitalistischen Ausland bzw. Weltmarkt. Die SU wie auch die übrigen sozialistischen Länder des Ostblocks versuchen sich durch Intensivierung des OWH. die Wirtschaftskräfte des freien Westens zu erschließen, um ihr Wirtschafts- und Rüstungspotential zur Durchsetzung ihrer Politik zu stärken. Die Schwächen der starren unelastischen sozialistischen Planwirtschaft zwingen [S. 350]die kommun. Länder, die Lücken in Produktion und Versorgung durch Einfuhr aus dem Westen aufzufüllen; denn trotz intensiver Bemühungen um größtmögliche wirtschaftliche Selbständigkeit und trotz engen Zusammenschlusses ist es dem Ostblock noch nicht gelungen, aus eigener Produktion die hochgesteckten Planziele zu realisieren.

 

In dem Erstarken der westeuropäischen Wirtschaftszusammenschlüsse sieht die SU eine Gefährdung der kommun. Handelspolitik und sucht zum Ausgleich die Integration des Ostblocks schnellstens abzuschließen. Aus dieser Situation heraus ist auch der Vorschlag der SU zur Einberufung einer Welthandelskonferenz zu verstehen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 349–350


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.