DDR von A-Z, Band 1963

Reservistenkollektive (1963)

 

 

Siehe auch:


 

Seit Ende 1952 sind die Kreiskommandos der Nationalen Volksarmee und die Kreisleitungen der SED bemüht, die Reservisten der NVA und der Polizeitruppen zu organisieren. Die Reservisten werden immer lückenloser in R. erfaßt. Diese tragen in manchen Kreisen auch die Bezeichnung „Reservistenaktivs“, unter der man meist aber die aktiven Kerne der R. versteht. Diese R. sollen alle Reservisten politisch überwachen und militär-theoretisch weiterbilden, sie aber auch als Arbeitsaktivisten, als Ausbilder der GST und als Werber für die bewaffneten Kräfte einsetzen. Sie sollen auch für die Reservistenlehrgänge und -Übungen der NVA werben.

 

Die Leitungen der R. sollen eng mit der Parteileitung der SED, der BGL, dem Vorstand der GST und der FDJ Zusammenwirken. Ferner werden in Betrieben, um dort zu höheren Arbeitsleistungen anzutreiben, „Reservistenbrigaden“ organisiert, die ganz oder überwiegend aus gedienten Betriebsangehörigen bestehen. Seit Jan. 1960 sind für die R. die Wehrkreiskommandos zuständig.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 405


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.