DDR von A-Z, Band 1965
Kindesraub (1965)
Seit 1962 neues Schlagwort der SED-Hetzkampagne gegen die BRD. Wie die Zonenpropaganda behauptet, „weigern sich die Bonner und West-Berliner Menschenhändler skrupellos, unschuldige Kinder ihren Eltern zurückzugeben, um sie für ihre Revanchepolitik gegen die DDR mißbrauchen zu können“. Tatsächlich handelt es sich bei den von der SED als K. bezeichneten 587 Fällen um Kinder, die allein oder mit einem Elternteil nach dem Westen geflüchtet sind. (Sorgerecht)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 216
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