Liebknecht, Karl (1965)
Siehe auch die Jahre 1963 1966
* 13. 8. 1871 in Leipzig als Sohn des späteren sozialdem. Parteiführers und Reichstagsabg. Wilhelm L., gest. 15. 1. 1919 in Berlin. Studium der Rechtswissenschaft, später Anwalt in Berlin, vor allem Verteidiger in pol. Strafprozessen. Kriegsgegner und rev. Sozialist, 1907 aus politischen Gründen zu 1½ Jahren Festung verurteilt, führend in der soz. Jugendinternationale, 1908 sozialdem. Abgeordneter in Preußen, ab 1912 M.d.R., zusammen mit Rosa ➝Luxemburg, seiner engen Kampfgefährtin, Repräsentant des linksradikalen Flügels der SPD. Stimmte am 4. 12. 1914 als erster sozialdem. Reichstagsabgeordneter gegen die Bewilligung der Kriegskredite und bezeichnete den Krieg als „imperialistischen Eroberungskrieg“. Wegen seiner Antikriegs-Propaganda 1916 aus der SPD ausgeschlossen. Führend in der „Gruppe Internationale“ bzw. im Spartakusbund (KPD). Am 1. 5. 1916 auf einer Antikriegsdemonstration in Berlin verhaftet und wegen Hochverrats zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt. Rief am 9. 11. 1918 vor dem Berliner Schloß „die freie sozialistische Republik Deutschland“ aus und forderte mit der Losung „Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten“ die sofortige Überleitung der bürgerlichen in die sozialistische Revolution. Mitbegründer der KPD (31. 12. 1918), nach dem kommun. Januaraufstand am 15. 1. 1919 von Soldaten der Gardeschützendivision zusammen mit Rosa Luxemburg ermordet.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 261
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider.
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Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/liebknecht-karl verwiesen.
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