DDR von A-Z, Band 1965

Marchwitza, Hans (1965)

 

 

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1966


 

* 25. 6. 1890 in Scharley/OS. als Sohn eines Bergmannes. Volksschule, Bergmann. 1920 KPD, seit 1923 schriftstellerisch tätig. 1933 Emigration (Schweiz, Frankreich, USA), 1936 bis 1938 Teilnehmer am span. Bürgerkrieg.

 

1945 i. d. SBZ, SED. Mehrere Jahre Botschaftsrat der SBZ in Prag, danach wieder Schriftsteller. Tätigkeit in Ost-Berlin. Seit 1952 Mitgl. der Deutschen ➝Akademie der Künste, Mitgl. d. Vorst. d. Deutschen ➝Schriftstellerverbandes, vom V. Kongreß im Mai 1961 zu dessen Stellv. Vors. ernannt.

 

1948 und 1955 Nationalpreis. Dr. h.c. der Humboldt-Universität. Autor kommun. Tendenzromane: „Sturm auf Essen“ (1930, umgearbeitet 1952), „Die Kumiaks“ (1934, später zur Trilogie ergänzt), „Roheisen“ (1955). Autobiographie „Meine Jugend“ (1947). Seine von der SED hoch geschätzten Werke sind literarisch bedeutungslos. Gest. 17. 1. 1965.

 

Literaturangaben

  • Balluseck, Lothar von: Dichter im Dienst — der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur. 2., erw. Aufl., Wiesbaden 1963, Limes-Verlag. 288 S. m. zahlr. Abb.
  • Rühle, Jürgen: Literatur und Revolution. Die Schriftsteller und der Kommunismus. Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 576 S., 72 Abb.
  • Rühle, Jürgen: Die Schriftsteller und der Kommunismus in Deutschland (Auszüge aus „Literatur und Revolution“ und „Das gefesselte Theater“ nebst Beitr. von Sabine Brandt). Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 272 S.

 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 271


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/marchwitza-hans verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.