DDR von A-Z, Band 1966

Angelsport (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979 1985


 

Wie vorher andere Sportdisziplinen (Sport) wurde auch der A. durch die VO vom 13. 5. 1954 (GBl. S. 492) u. nachfolgende Ordnungen unter „Staatsregie“ gestellt. Die früheren 6 A.-Vereinigungen wurden aufgelöst (Vereine). Nachfolger wurde mit Wirkung vom 14. 9. 1954 (GBl. S. 787) der „Deutsche Anglerverband“ (DAV). Er ist die zentrale Organisation aller Angelsportler und Mitgl. des DTSB u. des internationalen Sportfischerverbandes. Der DAV hatte 1964 214.413 Mitglieder. Organisatorische Gliederung: 1. Orts- bzw. Betriebsgruppe, 2. Kreisfachausschüsse, 3. Bezirksfachausschüsse, 4. Generalsekretariat, 5. Präsidium. Höchstes Gremium ist d. Verbandstag, d. alle 4 Jahre zusammentritt u. das Präsidium wählt. Rechtsgrundlage für die Tätigkeit des DAV ist die VO zur Förderung des A. vom 14. 10. 1954 (GBl. S. 848), in der die Bedingungen u. Möglichkeiten der Ausübung des A. festgelegt sind. Laut Statut vom 1. 5. 1960 hat sich der Angelsportler u.a. zu folgenden Grundsätzen u. Zielen zu bekennen: Aktive Teilnahme am Aufbau d. Sozialismus, Liebe u. Treue zur Arbeiter- u. Bauern-Macht, Unterstützung der „staatlichen“ Verwaltung, freiwillige Arbeitseinsätze, Mitarbeit bei der Erfüllung des Volkswirtschaftsplanes. Wesentlichen Einfluß auf den A. hat ferner das Fischereigesetz vom 2. 12. 1959 (GBl. I, S. 864) mit den nachfolgenden AO u. DB (Fischerei).

 

Dem A. wurden bei der Einsetzung des DAV etwa 16.000 ha Gewässerflächen übergeben, die ihm aber zum Teil durch Erklärung zu Produktionsgewässern wieder entzogen worden sind. Fachzeitschrift ist die vom DAV herausgegebene Zeitschrift „Deutscher Angelsport“.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 24


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.