Armeemuseum, Deutsches (1966)
Siehe auch:
- Armeemuseum: 1969
Von 1957 bis 1960 war dem Museum für deutsche Geschichte die Sammlung „Waffen und Uniformen in der Geschichte“ angegliedert, die viele gerettete Bestände des alten Berliner „Zeughauses“ umfaßte. Sie bildet, mit anderen historischen Waffenbeständen und kriegsgeschichtlichen Sammlungen vereinigt, seit 1. 3. 1961 das DA., untergebracht im Marmorpalais bei Potsdam. Es untersteht dem Ministerium für Nationale Verteidigung. Seit Juli 1965 hat es eine Zweigstelle auf der Festung Königstein im Elbsandsteingebirge. — Laut Oberst Erwin Bartz (SED), Leiter des DA., soll es „die fortschrittlichen militärischen Traditionen des deutschen Volkes pflegen, speziell die revolutionären militärischen Traditionen der Arbeiterklasse …, bei der patriotischen Erziehung der Jugend, der ganzen Bevölkerung und der Armeeangehörigen mithelfen“. Demgemäß gipfelt die im Nov. 1962 eröffnete Abt. „Novemberrevolution …“ in der Verherrlichung „der bewaffneten Kämpfe der deutschen Arbeiterklasse … bis zum Hamburger Aufstand“ von 1923.
Bezeichnend ist auch das Herzstück jener Abt. des DA., die den Zeitraum 1924–1945 behandelt: Originalpapiere von Altkommunisten, die schon 1924 als Reichswehrzersetzer und Hochverräter ins Zuchthaus kamen, im Roten Frontkämpferbund die Republik von Weimar bekämpften und 1935 nach Sabotageakten gegen das Reichsheer zu den kommun. Emigranten flohen. Ihr Einsatz in den kommun. „Internat. Brigaden“ in Spanien und im „antifaschist.“ roten Militärapparat in Westeuropa (1936–1944) wird nicht weniger gerühmt. (s. „Sport und Technik“ 1965, Nr. 3)
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 41