DDR von A-Z, Band 1966

Deutsch-Britische Gesellschaft (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1965 1969 1975 1979


 

Der SED liegt sehr viel daran, in nichtkommun. Kreisen gerade der Bevölkerung Großbritanniens für das angeblich friedliche und „sozialistische“ System der SBZ Propaganda zu treiben. Die DBG wurde am 18. 6. 1963 gegründet. Dabei wurde vorgegeben, sie wolle „der Bevölkerung Großbritanniens ein wahrheitsgetreues Bild von den friedlichen Bestrebungen der DDR und ihrer wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung vermitteln“. Umgekehrt wolle die DBG den Bewohnern der SBZ ein Bild von den Leistungen Großbritanniens geben und den Einsatz „des britischen Volkes im Kampf für Frieden und Demokratie“ würdigen. — Präsident: Greta ➝Kuckhoff. Vizepräs. u.a.: Manfred ➝Gerlach, Horst ➝Brasch und die Rostocker Anglistin Prof. Dr. Hildegard Schumann. Die DBG sucht Nutzen zu ziehen aus der Fühlung, die sie mit radikalen Pazifisten Großbritanniens (Lord Boyd Orr) und linksradikalen Sozialdemokraten (Frank Allaun, Marcus Lipton, S. O. Davies) hat.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.