Deutsch-Lateinamerikanische Gesellschaft (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1969 1975 1979
Als Instrument der Auslandspropaganda in Lateinamerika dient die DLG „der Pflege, der Vertiefung und Erweiterung freundschaftlicher Beziehungen“ zwischen der SBZ und lateinamerikanischen Politikern, Künstlern, Wissenschaftlern, Journalisten usw. Als weitere Aufgaben wurden bei der Gründung der DLG am 9. Juni 1961 genannt: „Verbreitung von Kenntnissen über den demokratischen Aufbau, die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in der DDR“ und die „Vermittlung von Kenntnissen über die … Völker Lateinamerikas, ihren Kampf für Unabhängigkeit, Abrüstung und Frieden“. Bezeichnend ist, daß die DLG sich mit rein [S. 106]politischen Erklärungen für revol. Bewegungen z. B. in Panama, Britisch-Guayana und Bolivien einmischt.
Präsident der DLG ist Prof. Dr. Johann-Lorenz Schmidt von der Deutschen ➝Akademie der Wissenschaften. Vizepräsident ist der Generalsekretär der Gesellschaft für kulturelle Verbindungen mit dem Ausland, Herbert Meyer, SED. Dem Präsidium gehören u.a. an: Georg Stibi (SED), einer der Stellv. des Außenministers, und Paul ➝Verner. Sekretär ist Horst Anspach (SED).
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 105–106
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