DDR von A-Z, Band 1966

Deutsche Bundesrepublik (1966)

 

 

Siehe auch:

  • Deutsche Bundesrepublik: 1965 1969
  • Westdeutsche Bundesrepublik: 1969

 

Auch abgekürzt als DBR, die bewußte Entstellung des Namens der Bundesrepublik Deutschland, die abwechselnd mit den Bezeichnungen „Westzone“ und „Westliche Besatzungszonen“ angewandt wird.

 

Die SED und ihr Regime gebrauchen diese Formeln, zu denen neuerdings auch „Westzonenstaat“ kommt, um über die gewichtigen Argumente hinwegzutäuschen, die für die BRD sprechen: 1. Die BRD ist derjenige Staat in Deutschland, dessen Parlament in freien, geheimen Mehrlistenwahlen gewählt wird und dessen Regierung von der Mehrheit des Parlamentes gebildet und kontrolliert wird. 2. Diese Tatsache wird von der freien Welt anerkannt. 3. Diese beiden Momente geben der BRD das Recht, auch für die sowjetzonalen Teile des deutschen Volkes zu sprechen, die durch das Regime der SED, durch die „Deutsche Demokratische Republik“, daran gehindert werden, sich in wirklich geheimen Wahlen frei zu entscheiden. (Souveränität, Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands)


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 107


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.