Dickel, Friedrich (1966)
Siehe auch die Jahre 1965 1969
* 9. 12. 1913 unweit Elberfeld, Volksschule, Lehre als Gießer nicht beendet. Seit 1931 KPD, aktiv gegen Weimarer Staat. Mußte 1932 nach England gehen. 1933 im Deutschen Reich kurz in Haft. Dann in der kommun. Emigration, zunächst meist im Westen. Kämpfte seit 1936 als Offizier der kommun. Internat. Brigaden in Spanien. Ab Ende 1937 auf Partei- und Militärschulen in der SU. Seit etwa 1942 Lehrer an Antifaschulen für kriegsgefangene Deutsche.
Baute seit 1945 erst die DVP, dann die KVP mit auf. 1950 zum VP-Inspekteur befördert und Leiter der Politschule in Torgau, seit 1951 in Treptow. Wurde 1953 Generalmajor der KVP, stellv. Leiter der Politverw. Ab 1957 mehrmals Stabsoffiziers-Lehrgang in der SU. Zum 1. Stellv. des Ministers f. nat. Verteidigung 1956 ernannt, leitete zeitweise Politverw. Wurde 1963 Generalleutnant, löste 14. 11. 1963 Karl ➝Maron als Minister des Innern und Chef der DVP ab. Wurde am 1. 7. 1965 Generaloberst.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 110
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider.
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Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/dickel-friedrich verwiesen.