Freiberg (1966)
Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1969
Kreisstadt im sächsischen Bezirk Chemnitz, am Nordhang des Erzgebirges, an der Freiberger Mulde, mit (1964) 48.433 Einwohnern (1950: 44.491); reich an mittelalterlichen Bauten; spätgotischer Dom (15. Jh.; mit Orgel von Silbermann, im 2. Weltkriege beschädigt, nach Renovierung neu eingeweiht) mit eingebauter „Goldener Pforte“ (um 1230), Rathaus (15. Jh.), Schloß Freudenstein, Domherrenhof (1484); bedeutende Schwerindustrie (Hüttenwerke und Maschinenbau), außerdem Leder-, Glas-, Porzellan- und Textilindustrie; älteste Bergakademie der Welt (seit 1765).
F. verdankt seine Entstehung dem Bergbau, vor allem Silberbergbau, der bis um die Mitte des 19. Jh. eine bedeutende Rolle gespielt hatte und erst 1913 eingestellt wurde. 1936 wurde er jedoch im Zuge des nationalsozialistischen „Vierjahresplans“, als auch unrentable deutsche Erzvorkommen ausgebeutet wurden, zur Gewinnung von Blei, Zinn und Schwefelkies wiederaufgenommen.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 152
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