DDR von A-Z, Band 1966

Innere Mission (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1969 1975 1979


 

Bezeichnung aller freiwilligen, Vereins- und anstaltsmäßig organisierten Kräfte, die innerhalb der ev. Kirchen auf diakonischem, volksmissionarischem und sozialem Gebiet tätig sind. Der Wiederaufbau der IM., die durch Nationalsozialismus und II. Weltkrieg erhebliche Verluste an materiellen Werten erlitten hatte, wurde nach 1945 zugelassen. Zur Zeit des offenen Kirchenkampfes (Kirchenpolitik) wurde von den Zonenmachthabern erfolglos versucht, die Arbeit der IM. zu stören und unter Verdächtigung der Sabotage zu unterbinden. Seit einigen Jahren arbeitet die IM. ungestört und wirkt u. a. in 53 Krankenhäusern, 62 Heimen für geistig und körperlich Behinderte, 331 Alten- und Siechen- sowie 50 Kinderheimen der evangelischen Kirche.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 212


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.