DDR von A-Z, Band 1966

Institut für Zeitgeschichte, Deutsches (1966)

 

 

Siehe auch:


 

Bearbeitet und veröffentlicht mit wissenschaftlichem Anstrich Quellen zur jüngsten Geschichte, um die Politik der SED parteilich (bolschewistische ➝Parteilichkeit) darzustellen. Seit 1919 vor allem auf die Zersetzung (Infiltration) der Bundesrepublik eingestellt. Gegr. am 1. 3. 1945 auf Veranlassung des ZK der SED. Neben Broschüren und Büchern bringt es die Zeitschrift „Dokumentation der Zeit“, dazu das „Jahrbuch der DDR“ und das „Handbuch der Volkskammer“ heraus. Leiter: Dr. Stefan Doernberg (SED). Seit 1. 10. 1957 untersteht es nicht mehr dem Presseamt beim Ministerpräsidenten, sondern dem Staatssekretariat für Hochschulwesen, doch angeleitet wird es vom Institut für Gesellschaftswissenschaften beim ZK der SED.

 

1957–1960 gab das I. (als Beilage zur „Dokumentation der Zeit“) die „Beiträge zur Zeitgeschichte“ heraus, seit Anfang 1961 unter dem Titel „Unsere Zeit“ als Vierteljahresschrift. Sie behandelt nur die Zeit nach 1945, die „nach marxistischer Auffassung allein derzeitiger Gegenstand der Zeitgeschichte ist“ (Nr. 1, S. 4) und soll im Sinne des „Sozialismus-Kommunismus … die Geschichte nach 1945 möglichst unmittelbar für die politische Praxis nutzbar machen“. Das I. gibt seit 1964 die Schrift DDR, 300 Fragen, 300 Antworten“ heraus.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 213


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.