Marchwitza, Hans (1966)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965
* 25. 6. 1890 in Scharley/OS, als Sohn eines Bergmannes. Volksschule, Bergmann. 1920 KPD, seit 1924 schriftstellerisch tätig. 1933 Emigration (Schweiz, Frankreich, USA), 1936 bis 1938 Teilnehmer am span. Bürgerkrieg. 1946 i. d. SBZ, SED. Mehrere Jahre Botschaftsrat der SBZ in Prag, danach wieder schriftstellerische Tätigkeit in Ostberlin. 1950 und 1955 Nationalpreis. Dr. h.c. der Humboldt-Universität. Autor kommun. Tendenzromane, am bekanntesten „Die Kumiaks“ (1934, später zur Trilogie ergänzt). Seine von der SED hoch geschätzten Werke sind literarisch bedeutungslos. Gest. 17. 1. 1965.
Literaturangaben
- Balluseck, Lothar von: Dichter im Dienst — der sozialistische Realismus in der deutschen Literatur. 2., erw. Aufl., Wiesbaden 1963, Limes-Verlag. 288 S. m. zahlr. Abb.
- Reich-Ranicki, Marcel: Deutsche Literatur in Ost und West — Prosa seit 1945. München 1963, Piper. 498 S.
- Rühle, Jürgen: Literatur und Revolution. Die Schriftsteller und der Kommunismus. Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 576 S., 72 Abb.
- Rühle, Jürgen: Die Schriftsteller und der Kommunismus in Deutschland (Auszüge aus „Literatur und Revolution“ und „Das gefesselte Theater“ nebst Beitr. von Sabine Brandt). Köln 1960, Kiepenheuer und Witsch. 272 S.
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 297
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider.
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Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/marchwitza-hans verwiesen.