DDR von A-Z, Band 1966

Nationale Frage (1966)

 

 

Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969


 

Dieses Stichwort wendet die SED häufig bei der Propagierung ihrer Deutschlandpolitik an (Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands). So sagte Ulbricht auf der 14. Tagung des ZK (Nov. 1961): Die „Lösung der nationalen Frage des deutschen Volkes setzt die friedliche Koexistenz zwischen den beiden deutschen Staaten voraus …, auch der Abschluß eines deutschen Friedensvertrages dient diesem Zweck.“ In einem Aufsatz Alfred Kosings, der die Auffassung des ZK der SED wiedergibt, heißt es, der „Hauptinhalt der nationalen Frage“ sei die Entmachtung der in Westdeutschland herrschenden „raub- und beutegierigen … Großbourgeoisie“ (s. „Einheit“, 1962, Nr. 5, S. 19 f.).


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 328


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.