DDR von A-Z, Band 1966

Staatssekretariat für gesamtdeutsche Fragen (1966)

 

 

Errichtet am 17. 12. 1965. Soll angeblich „zur Verständigung zwischen beiden deutschen Staaten“ beitragen; soll neue „Möglichkeiten für direkte Beziehungen mit der westdeutschen Regierung“ entfalten. (So der Staatssekretär für das StgF., Joachim Herrmann (SED), am [S. 460]13. 1. 1966 im „Neuen Deutschland“). Es bestärkt propagandistisch jene Linie, die die SED und das Regime der SBZ in dem Ringen um Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands und zu einer Konföderation in Deutschland bisher vertrat. — Doch fordert es für die Deutschlandpolitik eine entschieden „nationale Gangart“. Möglicherweise sind in das StgF. gewisse Abt. jener Stellen eingegliedert worden, die sich mit der Infiltration gegen die BRD befassen. Zumindest hat es enge Fühlung mit ihnen.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 459–460


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.