Volkskongreß (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979
„Deutscher Volkskongreß für Einheit und gerechten Frieden“, eine Art Vorparlament, das im Aufträge der SED erstmalig während der Londoner [S. 513]Außenministerkonferenz für den 6./7. 12. 1947 nach Berlin einberufen wurde. Maßte sich das Recht an, im Namen Gesamtdeutschlands Forderungen vor diese Londoner Konferenz zu bringen, fand aber kein Gehör. Die sog. „Volkskongreßbewegung“ ergab: a) den am 18. 3. 1948 vom 2. V. ernannten (1.) Volksrat; b) den am 30. 5. 1949 vom 3. V. gewählten (2.) Volksrat; b) die Nationale Front. — Der 3. V. nahm am 30. 5. 1949 die seit 1948 veröffentlichte Verfassung an. Somit diente der V., dem auch mit der KPD sympathisierende Westdeutsche angehörten, zur scheindemokratischen Legitimierung des Sowjetzonenregimes. (Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands, Volkskammer)
Literaturangaben
- Wagner, Wolfgang: The Genesis of the Oder-Neiße-Linie … Stuttgart 1964, Brentano-Verlag. 192 S., m. 3 Kt.
- Bohn, Helmut (und andere): Die Aufrüstung in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands. 2., veränd. Aufl. (BB) 1960. 216 S.
- Kopp, Fritz: Über den besonderen deutschen Weg zum Sozialismus (in Ostbrief d. Ostdeutschen Akad. 1962. H. 80–81).
Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 512–513