DDR von A-Z, Band 1966

Wirtschaftsgebiete (1966)

 

 

Teilkomplexe d. Wirtschafts-Territoriums der SBZ, die nicht an Kreis- bzw. Bezirksgrenzen gebunden sind und bestimmte volkswirtschaftliche Zentren verkörpern. Derartige W. sind Schwedt a.d. Oder, Frankfurt (O), Eisenhüttenstadt, Schwarze Pumpe-Boxberg, Halle-Merseburg. Für die W. werden Gebietsprogramme ausgearbeitet mit dem Ziel, durch Errichtung wichtiger Großbetriebe führende Zweige der Volkswirtschaft besonders schnell zu entwickeln. Die Hauptproportionen werden in Übereinstimmung mit der Entwicklung der führenden Zweige Kohle und Energie festgelegt. Die Planung für die W. erfolgt auf der Grundlage von Vorschlägen der Bezirksplankommission und der Vereinigung Volkseigener Betriebe. Für leitende Staatsfunktionäre wurde an der Wirtschaftswissenschaftl. Fakultät der Universität Halle-Wittenberg ein 2jähriges Zusatzstudium „Territoriale Ökonomie“ eingeführt.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 534


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.