DDR von A-Z, Band 1966

Wolf, Christa (1966)

 

 

Siehe auch das Jahr 1965


 

* 1929 Landsberg (Warthe), Abitur in Bad Frankenhausen, germanistisches Studium in Jena und Leipzig. Seit 1954 hauptamtlich beim Vorstand des Deutschen ➝Schriftsteller-Verbandes, später Redakteur der „Neuen Deutschen Literatur“, zeitweilig dort auch Parteisekretärin der SED, und Lektor sowjetzonaler Verlage. Seit 1962 freiberufliche Schriftstellerin, Kandidatin des ZK der SED. Bekannt wurde Chr. W. durch ihren auch verfilmten Roman „Der geteilte Himmel“ (1963), der kurz vor der Errichtung der Mauer spielt und für den sie den Heinrich-Mann-Preis erhielt. Er schildert dio Auseinandersetzung der Generation der Zwanzigjährigen mit der Wirklichkeit des SED-Regimes und gehörte [S. 548]wegen der ungewöhnlichen Verteilung von Licht und Schatten zeitweilig zu den meistdiskutierten Werken der sowjetzonalen Literatur. 1964 erhielt Chr. W. den Nationalpreis.


 

Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 547–548


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1966 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/wolf-christa verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.