DDR von A-Z, Band 1969

Abusch, Alexander (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966


 

[S. 753]* 14. 2. 1902 in Krakau. Mitgl. des Präsidiums des Ministerrates, stellvertr. Vors. des Ministerrates seit 1961, Leiter d. Staatl. Kommission zur Gestaltung eines einheitl. sozial. Bildungsweges seit 1963. Mitgl. d. SED seit 1946, des ZK der SED seit 1958.

 

Kaufm. Angestellter in Nürnberg, 1918 bis 1923 Teilnahme an kommun. Aufstandsaktionen. 1920 u. 1922 Anklage wegen Hochverrats. 1921–1933 Redakteur an kommun. Zeitungen. 1933 Emigration nach Frankreich, journal. Tätigkeit im Saargebiet und in der CSR. 1941 Emigration nach Mexiko. Mit P. Merker Begründer des Nationalkomitees Freies Deutschland in Mexiko. — 1946 Rückkehr nach Deutschland. 1946–1953 Bundessekr. d. Deutschen Kulturbundes. 1948 Mitgl. der DWK. 1948–1950 Mitgl. d. SED-Parteivorstandes. 1950 wegen der Merker-Affäre zeitweilig aller Parteifunktionen enthoben. 1954 bis 1958 Stellvertr. d. Ministers, später auch Staatssekretär im Ministerium für Kultur. 1958–1961 als Nachfolger von Becher Minister für Kultur. Mitgl. d. Deutschen Akademie der Künste, seit 1952 Mitgl. des Hauptvorstandes des Deutschen Schriftstellerverbandes. Seit 1964 Präsident der Shakespeare-Gesellschaft.

 

Veröffentlichungen: Der Irrweg einer Nation (1946), Stalin und die Schicksalsfragen der deutschen Nation (1949), Schiller, Größe und Tragik eines deutschen Genius (1955), Schillers Menschenbild und der sozial. Humanismus (1959).

 

Auszeichnungen: Vaterl. Verdienstorden (1959), Karl-Marx-Orden (1962).


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 753


 

Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider.

Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei.

 

Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/abusch-alexander verwiesen.


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.