DDR von A-Z, Band 1969

Arbeitshygiene (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985


 

Anhaltende Bemühung um Steigerung der Arbeitsproduktivität oder zumindest der Arbeitsintensität bringt die ständige Gefahr mit sich, die Anspannung der Menschen am Arbeitsplatz zu übersteigern (Arbeitspolitik). „Der Gesundheitsschutz der Werktätigen … durch Verstärkung der A. und ihres Einflusses auf die Gestaltung optimaler Ar[S. 36]beitsbedingungen“ nimmt daher unter den Aufgaben des Gesundheitswesens einen besonderen Platz ein (Ges. über den Perspektivplan zur Entwicklung der Volkswirtschaft bis 1970 v. 26. 5. 1967; GBl I, S. 65). Verbesserte Ausbildung der Ärzte soll die Voraussetzungen schaffen. An den Hygiene-Instituten der Mediz. Fakultäten und Akademien sind Lehrstühle für A. errichtet worden. Als zentrale Stätte für Forschung, Fortbildung und Beratung entstand 1960 aus der aufgespaltenen Akademie für Sozialhygiene das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin (Leiter: Prof. Dr. S. Kahle) in Berlin-Lichtenberg mit je einer Abt. für A., für Arbeitsphysiologie und für Berufskrankheiten (mit großer Klinik).

 

Durchsetzung der A. in der Praxis der Betriebe ist Aufgabe der Arbeitssanitätsinspektionen. Für die systematische Beobachtung auf dem Gebiet der Arbeitsmedizin sind bei den „Leiteinrichtungen“ im Betriebsgesundheitswesen „Arbeitshygienische Abteilungen“ eingerichtet worden. (Gesundheitswesen)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 35–36


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.