DDR von A-Z, Band 1969

Bekleidungsindustrie (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985


 

Die B. steht mit rd. 100.000 Beschäftigten an 10. Stelle der Industriezweige. Ihr Anteil an der industriellen Warenproduktion beträgt knapp 3 v. H. Fast die Hälfte der Beschäftigten ist noch in privaten oder halbstaatlichen Betrieben tätig. Der Umsatzanteil dieser Betriebe beträgt noch immer rd. 40 v. H. Von den 980 Betrieben der B. sind nur 95 volkseigen. Bei allen anderen Betrieben handelt es sich um Klein- und Kleinstbetriebe.

 

Die Produktion der B. ist aufgesplittert. Hinsichtlich ihrer technischen Ausstattung gehören die Betriebe der B. zu den am meisten vernachlässigten. Um trotzdem eine höhere Produktivität zu erreichen, soll der Industriezweig in den nächsten Jahren durchgehend nach Erzeugnisgruppen organisiert und spezialisiert werden. Seit 1967 werden in einigen Erzeugnisgruppen Kooperationsverbände gebildet. Für die nächsten Jahre ist eine Verminderung der Arbeitskräfte zugunsten anderer Industriezweige vorgesehen. Gleichwohl soll sich die Produktion erhöhen.

 

Die Versorgung der Bevölkerung mit Erzeugnissen der B. ist noch uneinheitlich und unbefriedigend. Der Anteil der Erzeugnisse aus pflegeleichten synthetischen Fasern (Chemiefaserindustrie) ist noch zu gering. Herren- und Kinderbekleidung wird noch zu wenig angeboten, insbesondere fehlen bessere Qualitäten. Modische Gesichtspunkte bleiben vielfach unberücksichtigt. (Mode)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 83


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.