Benjamin, Hilde, geb. Lange, Dr. jur. (1969)
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* 5. 2. 1902 in Bernburg/Saale. Seit Sept. 1967 Professor für Geschichte der Rechtspflege und Kriminalitätsbekämpfung an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft Walter Ulbricht. Mitgl. der SED seit 1946, des ZK der SED seit 1954. Mitgl. des Bundesvorstandes des DFD seit 1948.
Lyzeum, Abitur, Jurastudium. 1926 Eheschließung mit dem jüdischen Arzt Dr. Georg Benjamin, der 1936 verhaftet und 1942 im KZ Mauthausen umgebracht wurde. 1927 KPD. 1928 Rechtsanwältin in Berlin, 1933 Berufsverbot. Während der NS-Zeit juristische Beraterin der sowjetischen Handelsgesellschaft in Berlin, dann Werkstattschreiberin. 1945 Staatsanwältin in Berlin-Lichterfelde und ab Sept. 1945 „Vortragender Rat“ in der Deutschen Zentralverwaltung für Justiz. Dort 1947 Leiterin der Personalabteilung. Organisierte die Säuberungen und förderte die Heranbildung von Volksrichtern und Volksstaatsanwälten. Mitglied der Volkskammer vom 7. 10. 1949 bis 2. 7. 1967. Am 7. 12. 1949 Vizepräsidentin des OG, 1952 Dr. jur. h. c. Als Nachfolgerin Max Fechners am 15. 7. 1953 Justizminister. Im Juli 1967 durch Dr. Kurt ➝Wünsche ersetzt.
Auszeichnungen: Vaterl. Verdienstorden in Bronze (1955), in Silber (1959), in Gold (1962), Clara-Zetkin-Medaille (1955), Medaille für Kämpfer gegen den Faschismus (1958), Orden Banner der Arbeit (1960), Ernst-Moritz-Arndt-Medaille (1962), „Heldin der Arbeit“ (1967).
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 754
Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1969 wider.
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Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX https://www.kommunismusgeschichte.de/biolex/article/detail/benjamin-hilde verwiesen.
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