Bergakademie Freiberg (1969)
Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985
Sie wurde am 13. 11. 1765 gegründet und ist die älteste montanwissenschaftliche Hochschule der Welt. Seit 1905 besitzt sie das Promotionsrecht (Dr.-Ing.), seit 1939 kann an ihr auch der Dr. rer. nat. erworben werden.
Die BF. verfügt über vier Fakultäten: Mathemat.-Naturwiss. F. (seit 21. 1. 1960, vorher F. I.: Naturwissenschaften und [S. 85]Ergänzungsfächer); F. für Bergbau und Hüttenwesen (seit 1940); F. für Ingenieurökonomie (eröffnet im Sept. 1955); Arbeiter-und-Bauern-F. „Wilhelm Pieck“ (1947 als Vorstudienanstalt eingegliedert, 1949 zur F. erhoben). Seit 1. 9. 1955 befindet sich an der BF. ein Industrie-Institut für Bergbau und Hüttenwesen.
1965 wurde die Sektion Erdöl und Erdgas gegründet, in der 7 Institute aus 3 Fakultäten und 2 Lehrstühle zusammengefaßt sind: die Institute für Erdölgeologie, angewandte Geophysik, Brennstoffgeologie, Tiefbohrtechnik und Erdölgewinnung, Organisation, Planung und Ökonomie der geologischen Erkundung, das 1. Physikalische Institut und die Lehrstühle für Ingenieur- und Hydrogeologie. Umfaßten Lehre und Forschung an der BF. bisher vorwiegend die Bereiche des Bergbaus, der Geowissenschaften und Metallurgie, sollen künftig auf der Grundlage von Vertragsbeziehungen vorrangig Kader für die Bereiche der Ministerien für Grundstoffindustrie, Erzbergbau, Metallurgie und Kali, chemische Industrie, Schwerindustrie und Anlagenbau, Elektronik, Elektrotechnik, Leichtindustrie, Bauwesen und Geologie ausgebildet werden. Rektor der BF. ist Prof. Dr. oec. habil. Johann Köhler, der Ende März 1968 in sein Amt eingeführt wurde.
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 84–85