DDR von A-Z, Band 1969

Deutsche Demokratische Republik (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1965 1966


 

Abgekürzt DDR, der Name des Staates, der durch die SED im Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone am 7. 10. 1949 errichtet wurde. Der Kampf um die völkerrechtliche Anerkennung ist eines der wichtigsten Ziele der Regierung. Im Sprachgebrauch der SED ist die DDR der einzig rechtmäßige deutsche Staat. So heißt es in dem Manifest des VII. Parteitages der SED: „In unserer Republik haben die deutschen Arbeiter, hat das ganze werktätige Volk sein wahres Vaterland errungen wie es Marx und Engels im Kommunistischen Manifest voraussahen.“ Im selben Manifest wird ergänzend dargelegt: „Auf deutschem Boden … vollenden wir den Sozialismus. Damit schaffen wir das große Beispiel auch für die Arbeiter, die Bauern, die Intellektuellen, für alle friedliebenden Menschen im westdeutschen Staat“ („Neues Deutschland“ v. 23. 4. 1967, S. 1).

 

Auf dieser Linie sagt die Verfassung v. 26. 3. 1968 in § 1, Abs. 1: „Die DDR ist ein sozialistischer Staat deutscher Nation.“ Gemäß Art. 8, Abs. 2 ist die „DDR“ bemüht um „die schrittweise Annäherung der beiden deutschen Staaten bis zu ihrer Vereinigung auf der Grundlage der Demokratie und des Sozialismus“. (Verfassung, Souveränität, Teilung Deutschlands und Wiedervereinigungspolitik der SED)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 147


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.