Deutscher Bauernkongreß (1969)
Siehe auch:
Früher mit „Deutscher Bauerntag“ bezeichnetes Treffen der Funktionäre der VdgB, auf dem die parteiamtlichen Richtlinien für die Landwirtschaftspolitik als Forderungen konkretisiert werden. Der im Spätherbst 1960 abgehaltene VI. DB. stand erstmalig im Zeichen „gemeinsamer Arbeit der VdgB, der DBD unter Führung der SED in der Nationalen Front“ und sollte Ausdruck einer „allumfassenden Volksbewegung“ sein. Zum VII. DB. Anfang März 1962 in Magdeburg beorderte die SED etwa 2.000 Landwirtschaftsfunktionäre. Die dort beratenen Vorschläge und die getroffene Entschließung wurden vom Ministerrat zum Beschluß erhoben und im Gesetzblatt verkündet. Sie sehen als Schwerpunkte vor: Steigerung der Marktproduktion und Änderung des Musterstatuts für den LPG-Typ II. Der VIII. DB. Ende Febr. 1964 in Schwerin stand unter der Parole: „Systematisch den Weltstand erzwingen!“ und befaßte sich in der Hauptsache mit der Übernahme des Neuen ökonomischen Systems der Planung und Leitung der Volkswirtschaft auf die Landwirtschaft. Ende Febr. 1966 tagte der IX. DB. in Ost-Berlin. Auf ihm wurden die weitere Anwendung des NÖS sowie die Entwicklung von Kooperationsbeziehungen der Landwirtschaft beraten. Außerdem erfolgte hier erstmals auf einem DB. die Wahl des Landwirtschaftsrates beim Ministerrat. (LPG, Agrarpolitik, Agrarkommission der Nationalen Front)
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 152
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