Deutscher Buch-Export und -Import (DB) (1969)
1953 als GmbH, in Leipzig gegründet. Der DB. gehört zu den wichtigsten Organisationsformen des weitgehend verstaatlichten Buchhandels. Die gesamte Ein- und Ausfuhr graphischer Erzeugnisse (Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Reproduktionen von Gemälden, Landkarten, Spielkarten, Postkarten, Modellierbogen, Noten, Briefmarken) läuft über den DB. Er betreibt eine intensive Exportwerbung, vor allem auch durch Ausstellungen; 1963 war er an 19 Ausstellungen und Messen und an 196 Tagungen und Kongressen beteiligt; 1958 gab er für Buch- und Zeitschriftenwerbung im Auslande rund 1 Mill. DM Ost aus. Der DB. vermittelt auch Nachdruck- und Übersetzungslizenzen und steuerte früher die Export-Druckaufträge; Anfang 1963 ging diese Aufgabe an den VEB Export-Leitbetrieb der polygrafischen Industrie über. Der DB. verkaufte bzw. verkauft auch die wertvollen Bibliotheken enteigneter Großgrundbesitzer oder von „Republikflüchtigen“ ins Ausland und führt dem Regime dadurch Devisen zu. Der Im- und Export antiquarischer Druck- und Kunstwerke wird vom „Zentralantiquariat der DDR“ betrieben.
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 152
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