DDR von A-Z, Band 1969

Düngemittel, Mineralische (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966


 

Die Versorgung der Landwirtschaft mit Stickstoff (N)- und Phosphat (P2O5)-Düngemitteln erfolgt auch heute noch kontingentiert, während Kalidünger (K2O) und Düngekalk (CaO) seit 1951/52 frei verkauft werden.

 

Die relativ größten Schwierigkeiten bestehen in der Bereitstellung der einfuhrabhängigen Phosphatdünger, an denen durch die jahrelange Unterversorgung der Böden ein sehr großer Nachholbedarf besteht.

 

Der Hektaraufwand bleibt hier unter dem westdeutschen Verbrauchsniveau, während Kali, vor allem in Form von Rohsalzen, je Flächeneinheit reichlicher gedüngt wird als in der BRD. Im Einsatz von N-Düngern erreichte Mitteldeutschland erst 1964/65 das westdeutsche Verbrauchsniveau.

 

Die Hektargaben in kg Reinnährstoff betrugen 1966/67 bei N 70,1, bei P2O5 51,5, bei K2O 98,2. Demgegenüber düngte die BRD 63,3 N, 57,1 P2O5 und 76,8 K2O.

 

Literaturangaben

  • Merkel, Konrad, und Eduard Schuhans: Die Agrarwirtschaft in Mitteldeutschland — Sozialisierung und Produktionsergebnisse. (BB) 2., erw. Aufl. 1959. 200 S. m. 53 Tab.

 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 161


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Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.