DDR von A-Z, Band 1969

Eisenhüttenkombinat Ost (EKO) (1969)

 

 

Siehe auch:


 

In den Jahren 1951–54 errichtetes Hüttenwerk nahe Fürstenberg/Oder. Das EKO war ursprünglich als kombiniertes Hütten-, Stahl- und Walzwerk geplant. Im Zuge des Neuen Kurses wurden Planung und Ausführung auf ein Hüttenwerk beschränkt. Erst 1963 wurde der weitere Ausbau zu einem Kombinat beschlossen. Der neue Werksteil soll die Bezeichnung „Neue Hütte“ erhalten. Ein erstes Kaltwalzwerk hat Mitte 1968 den Betrieb aufgenommen. Der Abschluß des Ausbaus ist für 1970/72 zu erwarten.

 

Das EKO verfügt über sechs Hochöfen mit einer Jahresleistung von rd. 1,5 Mill. t Roheisen. Auf das EKO entfallen damit 65 v. H. der mitteldeutschen Roheisenproduktion. Nach dem Abschluß der Ausbauarbeiten soll das EKO rd. 12.000 Beschäftigte haben (1968: rd. 6.500, dazu etwa 3.500 am Ausbau Beschäftigte). Das EKO arbeitet unwirtschaftlich, da sowjetische Erze und polnische Steinkohle auf z. T. sehr langen Wasserwegen herangeschafft werden müssen. (Eisen- und Stahlindustrie)

 

In etwa 3 km Entfernung wurde als Wohnstadt für die Beschäftigten des Kombinats die „Erste sozialistische Stadt Deutschlands“, Eisenhüttenstadt, gegründet.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 166


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.