DDR von A-Z, Band 1969

Feinmechanische und Optische Industrie (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985


 

Industriezweig der Metallverarbeitenden Industrie mit etwa 104.000 Beschäftigten. Der Anteil an der industriellen Warenproduktion beträgt rund 2 v. H. Der Industriezweig steht damit an 13. Stelle der Zweige. Gleichwohl ist er, besonders auch für den Export, von allergrößter Bedeutung. Zu ihm gehören alle Betriebe der Büromaschinenherstellung, der Herstellung von Maschinen zur Materialprüfung, von Meßinstrumenten, Uhren, Waagen usw., ferner Betriebe für optische und optisch-mechanische Geräte, Optik, Film- und Fotoapparate. Der größte Betrieb des Zweiges sind die bekannten Zeiss-Werke in Jena mit etwa 13.000 Beschäftigten.

 

Die Fotoapparateindustrie hatte schon vor 1945 ihren traditionellen Sitz im Raume Dresden. 60 v. H. der Produktion waren hier konzentriert. Nach 1945 hat sich die Bedeutung Dresdens als Standort der F. noch vergrößert. Hier produzieren die Betriebe der Marken Zeiss-Ikon, Altissa, Welta, Filmosto und Belca. Alle diese Betriebe sind organisatorisch zusammengefaßt in dem Großbetrieb „VEB Pentacon“. Auch das bekannte Werk „IHAGEE“ — eine Aktiengesellschaft „in Verwaltung“ — und die halbstaatlichen Betriebe der Marken Certo, Beier und Pouva haben ihren Sitz in Dresden. Die Produktion von Optiken erfolgt bei Zeiss in Jena, in Görlitz und in Rathenow.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 202


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.