DDR von A-Z, Band 1969

Finalproduktion (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985


 

Begriff aus dem Bereich der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung und der Planung. Unter F. wird die Produktion von Enderzeugnissen für industrielle und private Verbraucher verstanden. Das gegenwärtig (1968) noch gültige System der Planung und Planabrechnung bezieht sich auf die sog. Bruttoproduktion, die alle Vor- und Zwischenstufen der Endprodukte mit einbezieht. Die Bruttoproduktion enthält also zahlreiche Doppelzählungen. Die tatsächliche Entwicklung der Wirtschaft wird daher in der Statistik überhöht ausgewiesen. Von der Zentralverwaltung für Statistik wurde mitgeteilt, daß einer von der Statistik ermittelten Erhöhung der „Bruttoproduktion“ um 20 v. H. jeweils nur eine Erhöhung der F. um 12 v. H. gegenübersteht.

 

Wirtschaftswissenschaftler des Sowjetblocks haben in den letzten Jahren zunehmend gefordert, auch die gesellschaftliche F. zu planen und abzurechnen. In der „DDR“ sind Vorbereitungen dazu im Gange.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 206


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.