DDR von A-Z, Band 1969

Hausarbeitstag für Frauen (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979


 

Berufstätigen Frauen mit eigenem Haushalt wurde bis zum März 1966 monatlich ein bezahlter freier Tag gewährt, wenn der Ehemann voll beschäftigt, krank oder dauernd arbeitsunfähig war, wenn pflegebedürftige Kinder zum Haushalt gehörten oder Jugendliche unter 16 Jahren bei der Mutter wohnten und in einem Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis standen (§ 12 VO über Arbeitszeit und Erholungsurlaub vom 29. 7. 1960, GBl. S. 263). Mit der Einführung der „5-Tage-Arbeitswoche für jede zweite Woche“ (Arbeitszeit) wird ab April 1966 der H. beschränkt. Er wird nur noch gewährt, wenn Kinder bis zu 18 Jahren oder Familienangehörige, deren Pflegebedürftigkeit ärztlich bescheinigt ist, zum Haushalt gehören (§ 15 VO über die „5-Tage-Arbeitswoche“ und die Verkürzung der Arbeitszeit vom 22. 12. 1965 — GBl. I, S. 897). Der H. blieb von der Verkürzung der Arbeitszeit mit Wirkung vom 28. 8. 1967 ab unberührt (§ 8 VO über die durchgängige 5-Tage-Arbeitswoche und die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit bei gleichzeitiger Neuregelung der Arbeitszeit in einigen Wochen mit Feiertagen vom 3. 5. 1967 — GBl. I, S. 237). (Arbeitsrechtliche Mantelbestimmungen)

 

Literaturangaben

  • Mampel, Siegfried: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S.
  • Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S.

 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 270


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.