Jena (1969)
Siehe auch die Jahre 1956 1960 1962 1963 1965 1966
Stadtkreis im thüringischen Bezirk Gera, Kreisstadt, beiderseits der Saale, mit (1967) 83.853 Einwohnern (1950: 80.309), drittgrößte Stadt Thüringens, Rathaus (14. Jh.), Stadtkirche (15./16. Jh.), Johanniskirche (11. Jh.); weltbekannte opt. u. Glasindustrie (ehem. Schott und Gen.), neuerdings auch pharmazeutische Industrie; seit 1558 Universitätsstadt (jetzige Friedrich-Schiller-Universität; von der Universität J. nahmen der deutsche Idealismus und die Romantik ihren Ausgang. Seit 1920 gehörte J. zum Land Thüringen. Im 2. Weltkrieg erlitt die Innenstadt schwerste Zerstörungen.
Die ehem. Zeiss-Werke waren das größte feinmechanisch-optische Werk der Welt und gleichzeitig eines der sozialpolitisch führenden Unternehmen. Seit 1891 im Besitze der Carl-Zeiss-Stiftung, wurden sie 1947 in Volkseigentum überführt. Namen und Warenzeichen darf lt. Bundesgerichtshof-Urteil nur die nach Heidenheim-Oberkochen verlegte Originalfirma Carl Zeiss führen.
Literaturangaben
- Böhmer, Karl Hermann: Deutschland hinter dem Eisernen Vorhang — Sowjetische Besatzungszone (neubearb. v. Eugen Stamm). Essen 1962, Tellus-Verlag. 64 S. m. zahlr. Abb.
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 307
| Jehovas Zeugen | A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z | Johannes-R.-Becher-Preis |