DDR von A-Z, Band 1969

Lehrproduktion (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1975 1979


 

Produktive Tätigkeit der Lehrlinge in den Betrieben. In der „DDR“ gilt die Meinung, daß dem Einsatz der Lehrlinge in der Produktion der Erwerb aller dazu notwendigen Fertigkeiten vorausgehen müsse, als überholt. Die Lehrlinge sollen nicht mehr mit den für den jeweiligen Beruf umfassenden Arbeitsweisen vor der Aufnahme produktiver Tätigkeit bekanntgemacht werden. Den Erfordernissen der modernen Technik entsprechend sollen die Lehrlinge vielmehr möglichst unmittelbar bei produktiver Arbeit für die in den nächsten Jahren zu erwartenden konkreten Produktionsanforderungen ausgebildet werden. Daher sollen möglichst viele Lehrlinge unmittelbar in der Produktion ihre Fertigkeiten erwerben, und zwar nicht mit Tätigkeiten, die ausschließlich der Ausbildung dienen, sondern mit produktiven Arbeiten, die in die Erzeugnisse des Betriebes eingehen. — Ende 1966 erfolgte bereits für 20 v. H. der Lehrlinge die Ausbildung überwiegend in Form der L. Der Anteil soll in den nächsten Jahren erheblich zunehmen. Die L. soll allgemein zu einem Bestandteil des Betriebsplans werden. Die Planung, Erfassung und Abrechnung der produktiven Lehrlingsleistungen sollen gemeinsam mit den Lehrlingen vorgenommen werden. (Berufsausbildung)


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 371


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.