Militärakademie „Friedrich Engels“ (1969)
Siehe auch die Jahre 1966 1975 1979
So heißt seit 5. 1. 1959 die Höhere Offiziersschule der Nationalen Volksarmee in Dresden. Die Vorläuferin der M. bestand schon in der Kasernierten Volkspolizei, untergebracht seit 1951 in Dessau-Kochstedt, seit 1953 in Dresden. Die M. bildet Stabsoffiziere und höhere Truppenführer aus, vor allem der Landstreitkräfte. (Jene der See- und Luftstreitkräfte werden anscheinend weiterhin in der SU ausgebildet.) Gleichzeitig ist die M. Lehr- und Forschungsstätte der marxist. Militärwissenschaft. Sie bekam 1962 den Rang einer Hochschule und verleiht die akad. Grade Diplom-Militärwissenschaftler, -Gesellschaftswissenschaftler, -Ingenieur. Sie soll Theorie und Praxis zielbewußt verbinden.
Die M. soll, wie Ulbricht am 5. 1. 1959 im Hinblick auf die militärtheoretische Seite von Friedrich Engels betonte, „durch ihr eigenes Vorbild und durch die ihr zur Qualifizierung anvertrauten Kader helfen, in allen Verbänden, Truppenteilen und Schulen die führende Rolle der Partei konsequent durchzusetzen, … soll in Lehre und Forschung die revolutionären militärischen Traditionen der deutschen wie der internationalen Arbeiterbewegung pflegen und weiterführen … eine hohe Schule des Kampfes für Frieden, Sozialismus und nationale Wiedergeburt Deutschlands“ sein („Leipz. Volks-Ztg.“ v. 26. 9. 1959). Kommandeur (stets Generalmajor): bis 6. 1. 1960: Altkommunist Heinrich Dollwetzel; dann bis 10. 5. 1963: Altkommunist Fritz Johne; danach bis 12. 7. 1964: Heinrich Heitsch; nun Hans-Joachim Wiesner.
Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 410
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