DDR von A-Z, Band 1969

Mode (1969)

 

 

Siehe auch die Jahre 1953 1954 1960 1962 1963 1965 1966


 

Hauptverantwortlich ist das 1953 im Zeichen des Neuen Kurses gegr. Institut. für Bekleidungskultur in Ostberlin, das später in Deutsches M.-Institut umbenannt wurde und eng zusammenarbeitet mit der „Ständigen Arbeitsgruppe für Fragen der Bekleidungskultur im Rat für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ sowie mit den VVB der Textilindustrie in der DDR. Das Institut, zunächst aus Haushaltsmitteln finanziert, arbeitet seit 1966 „mit wirtschaftlicher Rechnungsführung“. Es wird von der Industrie finanziert. Direktorin war von 1953 bis 1966 Elli Schmidt, die künstlerische Leitung liegt in den Händen von Katja Selbmann, Tochter von Fritz Selbmann. Das Institut gibt die M.-Zeitschrift „Sybille“ heraus. Das M.-Institut orientiert sich, abgesehen von gelegentlichen ideologischen Ausfällen gegen die „kapitalistische M.“, sowohl in der Damen- als auch in der Herren-M. hauptsächlich an Modellen aus dem Westen.

 

Die 1959 übernommene Verpflichtung der verantwortlichen M.-Funktionäre, „der bürgerlichen Weltmode einen anderen Charakter zu geben“ und „eine neue Idee zu verwirklichen“ („Frau von heute“, Nr. 8/159, S. 19), ist praktisch ohne Bedeutung. Die Verantwortlichen bemühen sich vielmehr, den „Bevölkerungsbedarf“ zu befriedigen und sich auf „die internationale Linie“ in der M. einzustellen. Auch in der DDR wird der Mini-Rock getragen.


 

Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 433


 

Information

Dieser Lexikoneintrag stammt aus einer Serie von Handbüchern, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen (ab 1969 Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen) herausgegeben worden sind.

Der Lexikoneintrag spiegelt den westdeutschen Forschungsstand zum Thema sowie die offiziöse bundesdeutsche Sicht auf das Thema im Erscheinungszeitraum wider.

Ausführliche Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.